Area24 – Songs From The Undersphere (CD-2009)

Mit „Songs From The Undersphere“ sind Area24, eine Newcomerband aus Niedersachen, an den Start gegangen. Dieses Debut ist bereits im letzten Jahr, 2009, erschienen.

Die 11 Songs auf der Scheibe bewegen sich auf der ersten Hälfte des Albums in einer düster-depressiven Stimmung. Schwere Rockballaden werden von Synth und Streichern begleitet. Die relativ einfach gehaltenen Texte werden von imposantem, vollklanglichem Gitarrensound abgerundet. Weiterlesen

Mono Inc. – Voices Of Doom (CD-2009)

Nicht mehr ganz neu, aber dennoch uneingeschränkt empfehlenswert ist das im September erschienene Mono Inc. Album „Voices Of Doom“. Das elf Stücke umfassende Album der Hamburger klingt in sich stimmig, rund und folgt einem klarem Konzept, das sich in fast allen Liedern wiederzuspiegeln scheint. Opener der CD ist der Song „Voices Of Doom“. Gleich zum Anfang bekommt der geneigte Hörer Gothic Rock vom Feinsten geboten, der einen kaum noch loslässt. Der Text eingängig und kraftvoll – leidenschaftlich von Martin Engler und Katha Mia gesungen. Für mich der beste Song des Albums und schon nach kurzer Zeit absoluter Ohrwurm. Ein klasse Song, der einfach nach vorn losgeht. Weiterlesen

The Pussybats – Last Famous Songs (CD – 2009)

Gegründet 2006 startete die Band „The Pussybats“ bereits in diesem Jahr fulminant durch und gewann sogleich den „Battle oft he Bands“-Wettbewerb des Sonic Seducer. Zu Gastspielen auf diversen Compilations wie Aderlass oder Gothic Spirits gesellten sich Tracks auf den CDs von namhaften Musikmagazinen wie Sonic  Seducer, Orkus und Insomnia.

Es folgten Konzerte zusammen mit  The 69 Eyes, Subway To Sally, Front 242, Jesus On Extasy und Auftritte auf dem WGT 2007 und dem achten Castle Rock Festival. Zudem erschienen die Pussybats auf dem Soundtrack des Indie-Horrorfilms „One by One“. Weiterlesen

Faun – Buch der Balladen (CD-2009)

Allen Freunden der eher ruhigen Mittelaltermusik, möchte ich die neue Akustik CD von Faun empfehlen. „Buch der Balladen“ heißt diese und steht seit dem 20. November in den Plattenläden.

Im Prolog des Booklets kann man lesen:
„Balladen wiederstehen der Zeit. Schon immer verstanden sie es uns in ferne Länder zu entführen und die Nachwelt an denkwürdigen Ereignissen teilhaben zu lassen. Selbst in unserer anscheinend wohl informierten Zeit dringen immer wieder Balladen zu uns, die von einer zauberhaften Welt berichten, in die wir ohne jene Dichtungen kaum Einblick hätten.“

Und so ist es dann auch. Es werden Geschichten erzählt von Sigurt der den Drachen erschlug und von Gudrun verzaubert wird, von Herr Heinrich der die Nacht mit einem Trollweib verbringt und am Morgen die schönste Frau des Landes vorfindet oder vom wilden Wassermann der die schöne Lilofee zu sich in die Tiefe holt.
Untermalt wird das ganze durch allerlei fauntypische Instrumente wie Harfe, Drehleier, Dudelsack, Nyckelharpa oder Flöte. So ist es kein Problem sich von wundervollen Gesängen in die Welt der Märchen und Fabelwesen entführen zu lassen. Genau das Richtige für lange kuschelige Winterabende.  :zwinker:

Unbedingt erwähnt werden sollte auch noch die aufwändig gestaltete Hülle der CD, welche in Form eines gebundenen Buches daher kommt. Im Booklet selbst, gibt es neben den üblichen Texten (in zwei Sprachen) auch noch Noten zum nachspielen. Des weiterem werden Text, Herkunft und geschichtlichen Hintergrund von jedem Lied/Geschichte kurz erklärt.
Die CD erscheint neben der normalen Version auch als limited Edition (ein Bonustrack).

Links: Faune.de, amazon Hörproben

Autor: Kathe

Clan of Xymos – In love we trust (CD – 2009)

Schon mit der Vorabauskopplung „Emily“ haben Clan of Xymox gezeigt in welche Richtung es gehen wird mit dem Album “in love we trust”.
10 zeitlose,düster ,melancholische und treibende Songs voller Sehnsucht findet man vor.
Und Ronny Moorings, immer offen für neue Einflüsse, hat hier einen frischen Sound mit gewohnten Clan of Xymox Struckturen gemixt.
Pulsierende Klangteppiche treffen auf schnörkellose Rhythmen, klassischer Dark Wave der frühen Tage vereint sich mit elektronisch orientierter Neuzeit zu einem faszinierenden, einzigartigen Gebilde, das gekonnt mächtige Rocksongs und gefühlvollen Balladen in sich vereint.
Einen Song speziell zu erwähnen fällt schwer..meine persönlichen Tipps sind “Emily“ und “Home sweet home”.

Fazit: „In love we trust“ hat das Potenzial, sich einzureihen in die Liste der Alben die Goth haben muß.

Autor: SIN

Leaves Eyes – Njord (CD – 2009)

Am 28. August 2009 veröffentlicht die deutsch-norwegische Symphonic-Metal-Band Leaves‘ Eyes ihr neues Album „Njord“, nachdem bereits im Laufe des Jahres ihre EP „My Destiny“ erschienen war.
Das neue Album erscheint in drei Versionen. Die hier vorgestellte Standardversion enthält zwei Songs weniger als das limitierte Digipack („Landscape of the Dead“ und „Les Champs de Lavande“). Zudem gibt es im Mailorder für Fans noch eine Version mit der Miniatur eines Wikingerschiffes.
Musikalisch betrachtet fällt im Vergleich zu Leaves‘ Eyes nunmehr vier Jahre zurückligendem Album „Vinland Saga“ auf, dass die Musik weitaus härter geworden ist. Aber lasst uns doch einmal auf die einzelnen Songs eingehen:

Der Opener „Njord“ fängt ruhig an. Man erwartet gemächliche, ruhige Kost und wird plötzlich von 0 auf 100 mitgerissen von erstaunlich harten Gitarrenriffs. Der Gesang von Liv Kristine überzeugt nach wie vor, doch er scheint zeitweise durch die Gitarren unterzugehen. Dennoch vereint er sich mit dem Gesang von Alexander Krull zu einer bombastischen Mischung, der man sich nicht entziehen kann.
My Destiny“ ist bereits von der EP bekannt. Gewohnt guter Gesang mischt sich mit Krulls Shouts und macht den Track zu einem guten Nachfolger des Ohrwurms „Elegy“ von „Vinland Saga“.
Weiter geht es mit dem Gänsehaut-Track „Emerald Island“. Heftige Double-Bass-Einlagen erwarten euch!
Rockig und balladesk schließt sich „Take The Devil With Me“ an, gefolgt von einer Neuinterpretation von „Scarborough Fair“, bei der sich Gitarren mit traditionellen, norwegischen Instrumenten mischen.
Sirenengesang und einen metallastigen Refrain bietet „Through Our Veins“ und erinnert ein klein wenig an die großen Rockhymnen der 80er. Toll!
Folkloristisch geht es mit der Akustikgitarre in dem ruhigen „Irish Rain“ weiter, ehe einem der Schock in Form von „Northbound“ mit seinem eingängigen, zum Zappeln einladenden Refrain durch die Glieder fährt.
„Ragnarock“, die Götterdämmerung, die Apokalypse…einer der besten Songs auf dem Album folgt: das kopfkino springt an und gaukelt dem geneigten Hörer zu bester Filmmusik eine Schlacht vor. Die düstere Atmosphäre lässt Schauer über den Rücken laufen. Sollte es jemals eine Apokalypse geben, so ist DAS der Soundtrack dazu!
Den Weltuntergang überstanden, entführt Leaves‘ Eyes mit ruhigem Gesang ins „Morgenland“, gefolgt vom eingängigen „The Holy Bond“.
Schlussendlich endet „Njord“ mit „Froyas Theme“, dem längsten Track des Albums. Ruhig beginnend, schaukelt sich das Stück immer weiter hoch und entwickelt sich zu einer treibenden Kraft, ehe es in einem grandiosen Finale endet.

Was bleibt, ist der Eindruck eines tollen Albums, das für den Gothic Metal Fan ein regelrechter Pflichtkauf ist. Besonders geeignet, um zu einer genialen Stimme einfach mal Frust rauszulassen und laut aufzudrehen. „Njord“ macht einfach Spaß!

Autor: Last Apocalypse

Saltatio Mortis – Wer Wind saet (CD – 2009)

Pünktlich zwei Jahre nach ihrer letzten CD „Aus der Asche“ erscheint am 28.09.09 das neue Album von Saltatio Mortis. „Wer Wind saet“ wird das jüngste Werk heißen und 12 bzw. 14  brandneue Songs enthalten. Die Musik der sechs „Spielmänner“ kommt gewohnt rockig und mitreisend daher. Auch diesmal darf sich der geneigte Hörer auf schnelle Schlagzeug- und Gitarrensounds, allerlei Spielmannsinstrumenten wie Dudelsack oder Drehleier, aber auch auf ruhige und eher nachdenkliche Stücke freuen. Getragen wird das Ganze von kritischen, wortgewaltigen Texte sowie Aleas kraftvoll und markanten Stimme.
Echten Ohrwurmcharakter haben die Stücke „Miststück“ und „Ebenbild“. Zu letzterem wurde sogar ein Video gedreht, welches als kleiner Vorgeschmack auf der bandeigenen Homepage zu sehen ist. Für „Salome“ wurde niemand geringeres als Rockröhre Doro Pesch ins Boot geholt, was den Song über die Wüstenschönheit zu einem ganz besonderen Duett werden lässt. Eher melankolische Töne werden in den Balladen „Letzte Worte“ und  „Aus Träumen gebaut“ angeschlagen. Das Märchen „Das kaltes Herz“ von Wilhelm Hauff wurde verarbeitet und auch ein „historisches“ Lied, in diesem Falle das auf Französisch gesungene „La Jument de Michao“, darf natürlich nicht fehlen.
Sicher bedarf der eine oder andere Song mehrmaliges Hören, um sein ganzes Potential zu entfalten, aber das ist bei den meisten CD der Fall und auch gut so. Wer es gar nicht erwarten kann, alle Titel der CD können bis Freitag bereits bei myspace in voller Länge angehört werden.
Ich persönlich finde es ist für jeden Geschmack etwas dabei, eine insgesamt sehr gelungene CD, die von mir ganz klar eine Kaufempfehlung erhält.
… denn „Mittelalter rockt“!!  :top:

Die CD wird in vier verschiedenen Editionen erscheinen:

1. normalen Edition mit 12 Songs
2. eine limitierte Edition mit 14 Songs (zwei neue bisher nicht veröffentliche Songs) und einer Bonus DVD (Mitschnitt des Mera Luna 2008; Video Ebenbild, ein Making of der CD und des Videos).
3. EMP Version, wie die limitierte + einem T-Shirt dazu
4. Amazon Edition, die statt des T-Shirts ein schickes Schmuckstück haben wird

Autor: Kathe

[:SITD:] – Rot (CD – 2009)

„Zwei Jahre nach der „Bestie Mensch“ bescheren uns S.I.T.D. mit „Rot“ ihr neuestes Werk. War das Vorgängeralbum doch teilweise ruhiger als gewohnt, stellen die Jungs auf dem aktuellen Album wieder einmal ihr gesamtes musikalisches Können unter Beweis.

„Rot“ ist die Farbe des Blutes und dieses wird mit diesem Werk ganz eindeutig in Wallungen gebracht. Fängt „Rot“ mit „Catharsis (Heal Me, Control Me)” noch verhältnismäßig ruhig an und erinnert eher an „Bestie Mensch“, so zieht doch spätestens „Zodiac“, als absoluter Tanzhammer, alle auf die Tanzfläche. Doch auch die anderen Stücke auf dem Album wie „Lebensborn“, „Pharmakon“ und „Frontal“ animieren dazu sich der Musik entsprechend zu bewegen. Absolutes Glanzstück ist dabei „Pride“, das  als (fast) instrumental Stück über sechs Minuten Tanzekstase auslöst.

Fühlt man sich zwar kurzeitig beim Hören von „Rot“ an andere Bands erinnert, so ist es doch zu 100% S.I.T.D.

Kritiker mögen zwar anmerken, dass einige der Songtexte zu oberflächlich sind und tiefgründiger hätten behandelt werden können; aber wer will beim Tanzen schon über den Text nachdenken?“

Autor: Bendis

Wellenbrecher – Jungfernfahrt (CD – 2009)

Wer mal wieder Lust auf „hausgemachte“, deutsche Rockmusik hat, sollte in das erste Album der Band Wellenbrecher reinhören. „Jungfernfahrt“ heißt die Scheibe, welche direkt, laut und unverschnörkelt daher kommt. Selbst bezeichnet das Sextett, aus Greiz und der Umgebung, ihre Musik als DarkWaveHeavyMetalPunk. Den geneigten Hörer erwarten ausschließlich deutsche Texte, welche von Matthias Pohle, der eine Ausbildung zum klassischen Gesang hat, zum Besten gegeben werden. Begleitet wird sein markanter Gesang von rockigen Schlagzeug, Bass, Gitarren und Keyboardsounds. Eine Mischung der unterschiedlichsten Stilrichtungen und Musikgeschmäcker der Bandmitglieder, die sich durchaus hören lassen kann. Musikalisch orientiert man sich an Bands wie Rammstein oder Metallica, ist auf der der bandeigenen Homepage zu lesen.
Songs wie „Lauft“, „Mein Stern“ oder „Sieben rote Rosen“ gehen nach wenigen Malen Hören ins Ohr. Letzterer läuft seit Kurzem in unserem Programm und hat es unmittelbar auf den ersten Platz der wöchentlichen RDW-Charts geschafft. Respekt!

Genaue Infos zur Bandgeschichte, Besetzung und jede Menge Hörproben gibt es auf myspace oder der bandeigenen Homepage.
Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall!

Autor: Kathe